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Tagung: Rechenschwäche in Theorie und Praxis - eine Bilanz |
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Die Tagung fand am 05. März 2008 im Hotel Mercure,
Stuttgart-Bad Cannstatt statt.
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Vor 20 Jahren wurde in Baden-Württemberg erstmals ein Therapieverfahren entwickelt, das es ermöglichte, Kindern mit einer grundlegenden Schwäche in Mathematik zu helfen. Heute ist es allgemeine pädagogische Überzeugung, dass die betroffenen Kinder eine Förderung erhalten müssen, die von dem üblichen schulischen Unterricht abweicht.
Zu dieser Entwicklung haben die Standpunkte Wissenschaft - Therapeutische Praxis - Zusammenschluss der betroffenen Eltern - Schulpraxis beigetragen.
Referenten: Professor Dr. med. Dipl.-Pädagoge Michael von Aster
Margret Schwarz, Vorsitzende der IFRK e.V., Buchautorin
Diplom Psychologin Jutta Schöniger, Gründerin des ITR

Die Bilanz aus wissenschaftlicher Sicht wurde von Professor Dr. med. Dipl.-Pädagoge Michael von Aster gezogen. Herr von Aster ist federführend bei der Erforschung der Rechenstörungen im Kindesalter.
Zum einen entwickelte er das Testverfahren ZAREKI (ZAREKI-R), das erste
allgemein zugängliche Verfahren zur Diagnostik von Dyskalkulie. Zum
anderen beschäftigte er sich intensiv mit der neurobiologischen
Grundlage des mathematischen Denkens, er habilitierte auf diesem
Gebiet.
Heute ist er Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und
Psychotherapie an den DRK Kliniken Berlin und leitet eine
Forschungsgruppe zur Dyskalkulie in Zürich.
Die Bilanz aus Elternsicht stellte Margret Schwarz, Lehrerin und Vorsitzende der IFRK e.V.
vor. Frau Schwarz ist betroffene Mutter und hat vor 17 Jahren die
Initiative zur Förderung rechenschwacher Kinder mitbegründet. Seit 12
Jahren ist sie Vorsitzende der IFRK. Sie hat zwei Bücher zum Thema
Rechenschwäche veröffentlicht und tritt mit Vorträgen immer wieder an
die Öffentlichkeit. Sie arbeitet in Arbeitsgruppen des
Kultusministeriums mit.
Aus therapeutischer Sicht bilanzierte die Diplom Psychologin Jutta Schöniger. Frau Schöniger hat vor 20 Jahren das Institut zur Therapie der Rechenschwäche/Arithmasthenie
mitbegründet. Sie entwickelte zusammen mit dem Mathematiker Walter Haag
das Stuttgarter Arithmasthenie-Diagnostikum und das Stuttgarter
Therapieprogramm Mathematik, nach dem bisher ca. 3500 Therapien
abgeschlossen wurden.
Programmablauf:
13.30h Einlass
14.00h Begrüßung und Verlesen des Grußwortes
von Herrn Oberbürgermeister Dr. Schuster
14.05h Prof. Dr. med. Dipl.-Pädagoge
Michael von Aster
Rechenstörungen im Kindesalter -
Was bietet die Forschung für den Alltag?
15.15h Diskussion
15.45h Pause
16.15h Dipl.-Psychologin und Arithmasthenietherapeutin
Jutta Schöniger
Das Stuttgarter Therapieprogramm Mathematik
- Bilanz von 20 Jahren Therapiearbeit
17.00h Diskussion
17.15h Margret Schwarz, Lehrerin und Vorsitzende der IFRK e.V.
Rechenschwäche aus Elternsicht und Rechenschwäche in der Bildungspolitik
- Rückblick, Aspekte, Perspektiven
18.00h Diskussion
18.30h voraussichtliches Ende
Tagungsort:
Hotel Mercure
Teinacher Straße 20
70372 Stuttgart- Bad Cannstatt
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